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H2-Projekt Cabane des Dix

Die im Jahre 1908 erbaute Cabane des Dix steht auf dem Granitsockel der Tête Noire und wacht über der Haute Route von Chamonix nach Zermatt. Sie ist Ausgangspunkt für zahlreiche Skitouren im Winter und Bergtouren in Sommer. Sie ist aber auch Ziel für Wanderer und auch Familien können sie ohne grosse technische Schwierigkeiten erreichen. 1978 wurde die Hütte letztmals renoviert. Der Innenausbau ist aus Holz; die Struktur und die Inneneinrichtung haben sich seit der letzten Renovation kaum verändert.

nouveau dix

Die Hütte ist aktuell nicht altersschwach oder morsch, aber trotzdem ist die Hütte in die Jahre gekommen. Um die Instandhaltung zu gewährleisten, ist eine umfassende Renovation unumgänglich. Die Sektion Monte Rosa hat an der Delegiertenversammlung vom 28. April 2017 in St. Niklaus einem innovativen Projekt grünes Licht gegeben. Diese Seite soll aktuelle Informationen zu diesem Renovationsprojekt liefern.

Das Dix-Projekt im Detail

Wir wollen unsere Berghütte so weit wie möglich Energie-autonom umbauen. Die Dieselmotoren sollen durch Wasserstoff-Brennzellen ersetzt werden. Diese können die Energie durch Wasserelektrolyse vor Ort produzieren und speichern. Daneben möchten wir den Gästen sowie dem Hüttenwart durch gezielte Verbesserungen mehr Komfort bieten.

 

Wie funktioniert das H2-Konzept?

Die Produktion von Wasserstoff durch Wasserelektrolyse sowie deren Speicherung macht erst Sinn, wenn man die saisonale Lagerung betrachtet. Konkret wird der Wasserstoff während den Schliessungszeiten der Hütte produziert und gespeichert, damit dieser während den Öffnungszeiten verfügbar ist. Zu diesem Zeitpunkt wird der Wasserstoff nach Bedarf in Elektrizität umgewändelt dank einer Wasserstoff-Brennzelle und danach in Batterien eingespiesen. Der gelagerte Wasserstoff ist viel leichter und kann in den insgesamt mehr Energie speichern als ähnliche Batterien. Es handelt sich dadurch um einen geschlossenen und autonomen Energiezyklus mit der einzigen Limite der Wasserstofftanks. Je nach Bedarf kann jedoch der Umfang dieser Tanks angepasst werden.

Wenn die Hütte geschlossen ist, produziert das System mehr Energie, als es verbraucht. Diese Energie geht heute verloren. Das Ziel des Systems «H2» ist es, ca. 50  Prozent zusätzliche erneuerbare Energie zu produzieren und zu speichern. So kann die Hütte unabhängig vom Diesel-Generator betrieben werden. Die Hütte wird dadurch nicht nur praktisch energieautark, sondern produziert auch ihre eigene saubere Energie. Durch ergänzende Solar-Panel wird auch die Produktion von Energie mit Fotovoltaik erhöht.

 

Weitere Umbau-Arbeiten

Neben dem neuen Energie-Konzept wollen wir unsere Hütte auch für die Gäste sowie den Hüttenwart aktualisieren. Hierfür haben wir folgende Arbeiten vorgesehen:

  • Neues Lokal für die Alpinisten
  • Neuer und grösserer Wassertank
  • Vergrösserung des Eingangs sowie Optimierungen in der Küche
  • Bau eines neuen Lagerraums
  • Modernisierung der Zimmer für den Hüttenwart und sowie die Hüttenhilfen
  • Reduktion der Anzahl Betten in einigen Zimmern
  • Komplette Renovation des Dachs
  • Erneuerung einiger Fenster
  • sowie weitere Arbeiten im inneren der Hütte