Seit 1926 steht die Topalihütte am Fusse des Distelgrates oberhalb St. Niklaus. 2002 wurde sie nach einem Brand neu gebaut und erfreut seither die Besucher mit ihrer tollen Fensterfront und einer atemberaubenden Aussicht auf die Mischabelkette. 2026 feiert die Hütte demnach ein grosses Jubiläum - sei auch mit dabei!

Themenübersicht (auf Thema clicken)
- Die Geschichte der Topalihütte
- Wie die Hütte zur Sektion Monte Rosa kam
- Jubiläumsjahr 2026
- Werde Mitglied im 100er Club
- Berichte zur Topalihütte
- Kontaktpersonen
Die Geschichte der Topalihütte
Der Name Topali klingt seltsam für eine Hütte. Doch dann beginnt man zu recherchieren und stösst auf die Geschichte des Botanikers Constantin P. Topali aus Genf. Er wurde 1898 geboren, war griechischer Abstammung und als Kind mit seinen Eltern nach Genf gekommen. Während seines Studiums entdeckte er das Bergsteigen und verbrachte jeden freien Tag in den Walliser Alpen. Im Sommer 1924 plante er mit seinem Freund Emil Zachmann einen kurzen Aufenthalt in Zermatt im Hotel Mont Cervin. Das Wetter war an diesem 21. August 1924 nicht besonders gut, aber es erlaubte dennoch den Aufstieg zur Bétemps-Hütte (die heutige Monte Rosa Hütte).
Am nächsten Tag verzichten Topali und Zachmann auf ihren Plan, den Lyskamm über die Nordwand zu besteigen, da es in der Nacht stark geschneit hat. Sie steigen zur Margherita-Hütte auf, wo sie gegen Mittag ankommen. Topali hält dies sehr detailliert in seinem Tagebuch fest. Am Samstag, den 23. August, wollen sie die Parrotspitze besteigen. Bevor sie die höchste Hütte der Alpen verlassen, macht Zachmann ein Foto von Topali und dem Hüttenwart der Margherita-Hütte. Es zeigt Topali bereits angeseilt, sein Gesicht ist mit einer Roger-Staub-Mütze und einer Gletscherbrille verdeckt. Unter dem Westgrat der Pointe Dufour auf dem Grenzgletscher löst sich später ein Schneebrett und stürzt sie in den Abgrund. Man findet die beiden Leichen fünf Tage später und rekonstruiert anhand von Topalis Fotos und Aufzeichnungen den Hergang ihres Unfalls.
Die Eltern von Constantin Topali wollen dem Alpenverein eine Hütte zum Gedenken an ihren Sohn schenken. Die Genfer Sektion übernimmt die Aufgabe, diesen Wunsch zu erfüllen. Der Bau beginnt im Sommer 1925, hoch über dem Dorf St. Niklaus. Am 12. September 1926, nach nur zwei Monaten Bauzeit, wird die Hütte mit 20 Schlafplätzen auf dem Distulgrat von Herrn Topali senior eingeweiht. Seitdem erleichtert die Topali-Hütte den Zugang zum Stellihorn, Barrhorn, Brunegghorn und zur Gässispitze. Die Hütte ist nicht ständig bewartet und es werden etwa 300 Übernachtungen pro Sommer gezählt. Dieses ruhige Leben dauert 72 Jahre bis zum 31. Oktober 1998, dem Tag, an dem die Hütte vollständig niederbrennt.
Unter dem beispielhaften Einsatz der Hüttenchefin der Sektion Genf, Yolande Coeckelbergs, beschloss die Sektion Genf im Jahr 2000, eine neue Hütte auf den Fundamenten der alten Hütte zu errichten, und schrieb einen Architekturwettbewerb aus. Das preisgekrönte Projekt des Büros Meier et Associés wurde im Sommer 2002 realisiert und die Einweihung fand am Sonntag, dem 24. August 2003, statt. Rund 500 Personen nahmen an dieser Einweihung der neuen Hütte mit nunmehr 44 Plätzen teil. Die neue Hütte konnte ohne externe Finanzierung realisiert werden. Vor allem die Gemeinde St. Niklaus hat einen erheblichen Betrag zu diesem Projekt beigetragen. Seit 2003 wird die Hütte während der Sommersaison bewartet und verzeichnet zwischen 700 und 1'000 Übernachtungen pro Saison.

Wie die Hütte zur Sektion Monte Rosa kam
Die Topalihütte ist für St. Niklaus und die Region seit jeher von grosser Bedeutung. Beim Neubau im Jahr 2002 unterstützte die Gemeinde – zusammen mit der Ortsgruppe St. Niklaus – die Finanzierung mit einem wichtigen Beitrag. Die Hütte wird seither bewartet und zählt jährlich 700 bis 1'000 Übernachtungen.
2020 entschied die damalige Eigentümerin, die SAC-Sektion Genf, die Hütte zu verkaufen. Die Ortsgruppe St. Niklaus hatte ein Vorkaufsrecht, konnte den Kauf aber nicht selbst stemmen. Sie setzte sich jedoch erfolgreich dafür ein, dass die SAC-Sektion Monte Rosa die Hütte übernimmt. Dank der finanziellen Zusage der Gemeinde St. Niklaus – sie übernahm grosszügigerweise den gesamten Kaufbetrag von 50'000 Franken - stimmten der Delegierten der Sektion Monte Rosa im Juni 2021 mit grosser Mehrheit zu.
Nach der Zustimmung auch durch die Sektion Genf im September 2021 wurde die Hütte am Ende der Saison feierlich übergeben. Am 25. November 2021 konnte in Visp der Kaufvertrag unterzeichnet werden – unter der Aufsicht von Notar Michel Lochmatter.
Seit 2022 gehört die Topalihütte offiziell zur Sektion Monte Rosa, die nun fünf Berghütten und das Lagginbiwak besitzt. Am Wochenende vom 27./28. August 2022 wurde die Hütte im Rahmen der Sektionstour offiziell in die «Familie» der Sektion aufgenommen.

Für weitere Informationen zur Hütte: https://www.topali.ch
Jubiläumsjahr 2026
2026 feiert die Topalihütte nun ihren 100. Geburtstag. Die Ortsgruppe St. Niklaus und die Sektion Monte Rosa planen zusammen mit dem Hüttenwarts-Team verschiedene Anlässe um diesen Meilenstein gebührend zu feiern. Das genaue Programm wird im Herbst 2025 finalisiert, aber hier ein paar Hinweise was euch erwartet:

- Hüttenwerkertage Juni 2026
- Saisoneröffnung Ende Juni 2026
- Jubiläumsfest mit Unterhaltung im August
- Hüttenmesse mit Pfarrer Rainer Pfammatter
- Kulinarische Spezialabende
- Saisonende Mitte September 2026
Die Homepage der Ortsgruppe St. Niklaus (www.jo-sac-zaniglas.ch), die Sektionshomepage (www.section-monte-rosa.ch) sowie die Hüttenhomepage (www.topalihuette.ch) geben jeweils aktuelle Infos.
Berichte zur Topalihütte
Hier eine Sammlung von Berichten zur Topalihütte aus den vergangenen Jahren:
- Juni 2025: Tourentipp in der SAC-Zeitschrift die Alpen
- August 2022: Historische Sektionstour zur Hüttenübernahme
- Juni 2021: DV der Sektion Monte Rosa zur Übernahme der Topalihütte
Kontaktpersonen
Für weitere Informationen zur Topalihütte steht euch der Hüttenchef Philippe Chanton (079 221 17 25, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) gerne zur Verfügung.
Für Reservationen und Fragen zu Touren 2026 steht die Hüttenwartin Anja Bühlmann ab Ende Juni gerne zur Verfügung unter 027 956 21 72, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
